KI-Sichtbarkeit, Generative Engine Optimization (GEO), digitale Zwillinge und vertrauenswürdige Kommunikation: Beim 4. PR Tech Day von »OBSERVER« und den CommClubs Bayern diskutierten führende Expert:innen von Microsoft, Edelman, FINN Partners, LOBECO und weiteren Unternehmen über die neuesten Entwicklungen und konkreten Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz in PR, Marketing und Unternehmenskommunikation.Nürnberg, 8. Oktober 2026 – Am 6. Oktober verwandelte sich der Presseclub Nürnberg in einen Treffpunkt für Innovation und digitalen Wissenstransfer. Der 4. PR Tech Day, gemeinsam veranstaltet vom Medienbeobachtungs- und Kommunikationsdienstleister »OBSERVER« und den CommClubs Bayern, brachte Kommunikationsexpert:innen, Marketingverantwortliche und PR-Profis vor Ort sowie online zusammen.
Im Mittelpunkt standen praxisnahe KI-Anwendungen, neue Strategien für die Sichtbarkeit von Unternehmen in generativen Suchsystemen und die Frage, wie glaubwürdige Kommunikation im KI-Zeitalter gelingt.
Nach der Begrüßung durch Florian Freiherr von Hornstein, dem Präsidenten der CommClubs Bayern, erwartete die Teilnehmer:innen ein abwechslungsreiches Programm mit neun Fachvorträgen und einer abschließenden Paneldiskussion.
Die zentrale Erkenntnis des Nachmittags: Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Werkzeuge der Kommunikationsbranche, sondern zunehmend auch die Art, wie Informationen gefunden, Marken wahrgenommen und Vertrauen aufgebaut wird.
Von SEO zu GEO: KI-Sichtbarkeit wird zum strategischen ErfolgsfaktorEinen inhaltlichen Schwerpunkt bildete die Generative Engine Optimization (GEO). Während klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf Sichtbarkeit in Suchergebnissen abzielt, beschäftigt sich GEO damit, wie Unternehmen, Marken und Produkte in den Antworten generativer KI-Systeme wie ChatGPT oder Microsoft Copilot präsent sind.
Anton Bühl, Geschäftsleiter Digital bei PER Connect, zeigte anhand eines konkreten Unternehmensbeispiels, wie Large Language Models (LLMs) zu einem eigenständigen Kommunikationskanal werden.
Für Unternehmen stellt sich damit zunehmend die Frage, welche Informationen KI-Systeme über ihre Marke ausgeben, wie diese Antworten entstehen und mit welchen Maßnahmen sich die eigene digitale Präsenz gezielt verbessern lässt.
Auch Stephan Ifkovits, Head of Communications & Marketing bei »OBSERVER«, widmete sich der KI-Sichtbarkeit aus praktischer Perspektive. Er verdeutlichte, warum modernes Brand Monitoring längst über die Beobachtung klassischer und sozialer Medien hinausgehen muss.
Die Analyse von Markenerwähnungen in KI-generierten Antworten entwickelt sich zu einer zusätzlichen Disziplin der Medienbeobachtung. Anhand konkreter Erfahrungen gab Ifkovits Einblicke in relevante Prompt-Kategorien, die Steuerung von KI-Antworten, Monitoring-Intervalle und Auswertungsmöglichkeiten.
"Die Antworten von ChatGPT, Copilot und anderen KI-Systemen prägen zunehmend das Markenbild. Mit dem Prompt Monitoring schaffen wir die Grundlage, um diese neue Form der Sichtbarkeit zu beobachten und liefern so ein wichtiges Instrument für das eigene Reputationsmanagement." (Stephan Ifkovits, »OBSERVER«)
Vertrauen als neue Leitwährung der UnternehmenskommunikationNeben technologischen Innovationen stand weiters die Glaubwürdigkeit von Kommunikation im Fokus. Nils Giese, CEO von Edelman Germany, beleuchtete die wachsende Bedeutung von Vertrauen in einer zunehmend KI-geprägten Informationslandschaft.
Seine zentrale These: Reichweite und Aufmerksamkeit alleine reichen nicht mehr aus, um langfristig erfolgreiche Kommunikation sicherzustellen. Vielmehr müssen Unternehmen glaubwürdige Beziehungen zu ihren Zielgruppen aufbauen, um auch in einer AI-first-Welt relevant zu bleiben.
Diesen Gedanken vertieften Gerrit Gericke, Managing Director Technology bei Edelman, und André Pechmann, Director Communications bei Microsoft. Gemeinsam zeigten sie, wie PR- und Kommunikationsteams KI produktiv einsetzen können, ohne Authentizität und Glaubwürdigkeit zu gefährden.
Ob Pressemitteilungen, Reden, Gastbeiträge oder Social-Media-Posts: Generative KI kann Kommunikationsprozesse erheblich beschleunigen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an redaktionelle Qualität, Transparenz und menschliche Kontrolle. Entscheidend ist daher nicht alleine, was technologisch möglich ist, sondern wie verantwortungsvoll die Werkzeuge eingesetzt werden.
Digitale Zwillinge eröffnen neue Möglichkeiten für Marktforschung und KommunikationEinen Blick auf innovative Anwendungen jenseits klassischer Text- und Bildgenerierung bot Florian Laszlo, CEO von »OBSERVER«. In seinem Vortrag über digitale Zwillinge in der Markt- und Meinungsforschung erläuterte er, wie KI-gestützte Simulationen die Analyse gesellschaftlicher Zielgruppen verbessern können.
Während digitale Zwillinge in der Industrie bereits etabliert sind, eröffnen sie zunehmend auch in Marketing und Sozialwissenschaften neue Perspektiven.
Der Hintergrund: Sinkende Teilnahmebereitschaft bei Befragungen und steigende Kosten für klassische Marktforschung erschweren die Gewinnung belastbarer Daten. Durch die intelligente Verknüpfung umfangreicher Datenbestände lassen sich virtuelle Bevölkerungsmodelle entwickeln, die ergänzende Analysen und Simulationen ermöglichen.
Insbesondere für die B2B-Kommunikation, in der spezifische Zielgruppen häufig nur schwer erreichbar sind, könnte dieser Ansatz künftig neue Erkenntnismöglichkeiten schaffen.
„Mit digitalen Zwillingen stehen wir vor einem spannenden Entwicklungsschritt in der Markt- und Meinungsforschung. KI ermöglicht uns, gesellschaftliche Zielgruppen auf Basis umfangreicher Datenbestände zu simulieren und damit neue Perspektiven für datenbasierte Entscheidungen zu eröffnen. Genau diese Innovationskraft wollten wir beim 4. PR Tech Day sichtbar machen, der einmal mehr bestätigt hat, dass sich die Kommunikationsbranche in einer Phase tiefgreifender Veränderung befindet. Diese Entwicklung wollen wir mit »OBSERVER« aktiv mitgestalten.“ (Florian Laszlo, »OBSERVER«)
Social Media und B2B-Kommunikation zwischen Automatisierung und AuthentizitätWie sich Social Media in der Unternehmenskommunikation weiterentwickelt, beleuchteten gleich zwei Programmpunkte. Jacqueline Althaller, Geschäftsführerin von ALTHALLER Communication, präsentierte aktuelle Erkenntnisse der 16. Ausgabe der DACH-Langzeitstudie „Social Media in der B2B-Kommunikation“, die in Kooperation mit »OBSERVER« durchgeführt wird.
Die Untersuchung beleuchtet Trends, strategische Erfolgsfaktoren und Veränderungen im Social-Media-Einsatz von B2B-Unternehmen im deutschsprachigen Raum.
Frederik Paschko, Director Consumer Goods & Sport bei LOBECO, stellte die Frage, wie viel Künstliche Intelligenz erfolgreiche Social-Media-Kommunikation tatsächlich verträgt.
Dabei wurde deutlich: Eine höhere Content-Produktion führt nicht automatisch zu mehr Wirkung. Entscheidend bleiben die Relevanz für die Community, eine unverwechselbare Markenidentität und Inhalte, die authentische Geschichten erzählen. KI kann dabei unterstützen, darf jedoch nicht zum Selbstzweck werden.
KI-Regulierung und die neue Rolle der PR-BeratungNeben Chancen und Innovationen beschäftigte sich der PR Tech Day auch mit rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen. Jan Lohrengel, CEO von HASTINGS AUDIO NETWORK, widmete sich den Kennzeichnungs- und Transparenzanforderungen für KI-generierte Audioinhalte.
Er erläuterte die Auswirkungen des europäischen AI Acts auf die Werbe- und Audiobranche und ordnete praxisnahe ein, welche rechtlichen Anforderungen Unternehmen bei der Produktion und Veröffentlichung KI-gestützter Inhalte berücksichtigen müssen.
Anett Wittmann, Senior Partner bei FINN Partners, wiederum beleuchtete den Wandel der professionellen PR-Beratung. Wenn zunehmend auch KI-Systeme darüber mitentscheiden, welche Informationen Nutzer:innen erreichen, verändern sich die Anforderungen an strategische Kommunikation.
GEO, KI-gestützte Workflows und neue Formen der Content-Optimierung erweitern das Aufgabenfeld von PR-Agenturen. Gleichzeitig bleiben strategische Beratung, kritische Einordnung und menschliche Kreativität unverzichtbare Bestandteile erfolgreicher Kommunikationsarbeit.
Der perfekte KI-Workflow: Technologie braucht StrategieDen Abschluss des 4. PR Tech Day bildete eine Paneldiskussion unter dem Titel „Auf der Suche nach dem perfekten KI-Workflow“. Dabei stand eine Frage im Mittelpunkt, die viele Kommunikationsabteilungen aktuell beschäftigt: Wie lassen sich KI-Anwendungen sinnvoll in bestehende Arbeitsprozesse integrieren, ohne Qualität, Kontrolle und Glaubwürdigkeit zu verlieren?
Die vielfältigen Vorträge des Tages machten deutlich, dass die Zukunft der Kommunikation nicht alleine von der Leistungsfähigkeit einzelner KI-Tools abhängt. Entscheidend ist vielmehr deren strategische Einbindung in Kommunikationsprozesse – von der Recherche und Content-Erstellung über Social Media und Medienbeobachtung bis hin zur Analyse von Markenreputation und KI-Sichtbarkeit.
PR Tech Day als Plattform für die Zukunft der KommunikationsbrancheMit seiner vierten Ausgabe unterstrich der PR Tech Day seine Rolle als Austauschplattform für die digitale Transformation der PR- und Marketingbranche. Die Verbindung aus hochkarätigen Fachvorträgen, konkreten Anwendungsbeispielen und Diskussionen über aktuelle Herausforderungen bot den Teilnehmer:innen vor Ort und online vielfältige Impulse für ihren beruflichen Alltag.
Die gemeinsame Veranstaltung von »OBSERVER« und den CommClubs Bayern zeigte insbesondere eines: Künstliche Intelligenz ist längst fester Bestandteil moderner Unternehmenskommunikation. Die entscheidende Herausforderung besteht nun darin, ihre Potenziale mit strategischer Kompetenz, technologischer Offenheit und menschlicher Verantwortung zu verbinden.
Gerade im Zusammenspiel von Generative Engine Optimization, KI-Monitoring, datengetriebener Kommunikation und vertrauenswürdigen Inhalten entstehen neue Möglichkeiten für Unternehmen, ihre Sichtbarkeit und Reputation nachhaltig zu gestalten.
»OBSERVER« stellt Ihnen auf Nachfrage gerne weitere Details zur Verfügung.